Shanghai tanzt

Vor genau einer Woche bin ich in Shanghai gelandet, habe mich, angekommen an meiner Metrostation, wahllos für einen der 16 Ausgänge entschieden und bin zu laut dröhnender Musik die Treppenstufen in die nächtliche Metropole gestiegen. Oben angekommen, fand ich mich in einer sich rhythmisch drehenden Masse von Frauen im fortgeschrittenen Alter wieder, die synchron eine Choreographie tanzten. Während sich die ersten Arme und Beine in meinem Gepäck versenkten, versuchte ich irgendwie aus dem Wirrwarr zu entkommen, ohne eine der sich schwungvoll bewegenden Damen mitzureißen. Diese nehmen ihre Performanz übrigens sehr ernst und lassen sich nicht im Geringsten von der Europäerin … Weiter lesen Shanghai tanzt

Erstaunliches oder Wohnungssuche auf argentinisch

In eine Stadt zu kommen, die groß, laut und unübersichtlich ist, das ist ja sowieso schon eine mittelgroße Herausforderung. Doch in eine neue Stadt kommen und nicht zu wissen, wo und wie und mit wem man die nächsten Monate verbringen wird, das ist nochmal eine ganze andere Sache. Noch nie war ich so unvorbereitet, so unorganisiert ins Ausland gegangen, doch vor drei Tagen war es soweit und ich landete in Buenos Aires ohne einen genauen Plan. Mir war erzählt worden, dass es am einfachsten sein würde, vor Ort ein Zimmer zu suchen, da der Wohnungsmarkt groß sei und die meisten … Weiter lesen Erstaunliches oder Wohnungssuche auf argentinisch

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Von Hunden, Selfies und Räucherstäbchen

Letztes Wochenende habe ich meine erste Reise innerhalb Chiles unternommen. Oder sollte ich besser sagen: Meine erste Flucht aus dem Großstadtchaos Santiagos? Wie auch immer, es war eine schöne und aufregende Flucht. Die Reise ging zunächst in das berühmt-berüchtigte Hafenstädtchen Valparaíso … Weiter lesen Von Hunden, Selfies und Räucherstäbchen

Was ich eigentlich noch schreiben wollte…

Ich gebe es zu: 3 Blogeinträge in 4,5 Monaten – ziemlich schlechte Bilanz! Dabei hatte ich doch so viel zu erzählen!? – Naja… Um ehrlich zu sein, ist es mir insgesamt schwer gefallen, etwas Interessantes oder Frisches zu berichten zu finden. Das lag wohl zum einen daran, dass es für mich inzwischen die fünfte Reise nach Chile war, und zum anderen, dass Santiago einen Europäer mit Großstadterfahrung jetzt nicht unbedingt mit einem Kulturschock umhaut. Hinzu kam dann auch einfach fehlende Zeit durch die üblichen Uni-, Freizeit- und Haushaltspflichten, und schließlich auch mangelnde Laptop-und Schreiblust bei Sonne und 30 Grad. Trotzdem … Weiter lesen Was ich eigentlich noch schreiben wollte…

Über Grenzen

In meinem zweiten Semester der Kulturanthropologie hatte ich das schöne Seminar zu den “Methoden der Feldforschung”, in dem wir am Ende unser gelerntes Wissen natürlich praktisch “im Feld” anwenden mussten. Unser Thema waren “Grenzen” und wir konnten uns ganz frei aussuchen, wo wir denn nach Grenzen suchen wollten und wie wir uns diesen anthropologisch annähern konnten. Stichwort: Teilnehmende Beobachtung. Meine Zeit hier ist genau genommen genau dieselbe Feldforschung, denn gerade jetzt zum Ende denke ich viel über meine eigenen Grenzen nach und vergleiche mein, sagen wir mal, deutsches Leben mit den Erlebnissen hier. Und weil ich so gerne offene Fragen … Weiter lesen Über Grenzen

Deutschland in Sicht

Heute vor vier Monaten bin ich abgereist. Ich weiß, dass es einigen von uns gleich geht: Wo ist die Zeit geblieben? Ist es so schnell vorbei? Ich habe doch noch so viel vor… Nicht nur einige kleine Reisen oder Besichtigungen habe ich aufgeschoben, sondern auch ein Eintrag hier im Blog, das ich jetzt mal mit den Ausreden wie: Hausarbeiten, Referate, Reisen, Haushalt entschuldige. Gestern nach dem letzten Uni bzw. Institutstag habe ich gemerkt, dass ich bald nach Hause fliegen werde. Ehrlich gesagt hat mich die letzte Sitzung mit meiner lieben Professorin Frau Pizarro und den Kommilitonen in Begleitung mit viel … Weiter lesen Deutschland in Sicht