Einige Gedanken zu interdisziplinärem “Studieren” – VL Frühe Neuzeit

Ich sollte dafür danken, dass ich in der im unserem Kernbereich liegenden Vorlesung “Einführung in die Frühe Neuzeit” viel erlernt habe. Dabei würde das sich für mich zeigen, wie wertvoll ein interdisziplinäres Studium sein könnte. Dass ich ursprünglich Geschichte studieren wollte, als ich mein Abitur gemacht habe, ist nicht der einzige Grund. (Es sei denn, dass man ein persönliches Ereignis als ein soziales zu betrachten versucht.) Warum man die Geschichte der Frühen Neuzeit lernen sollte, wurde Anfang der Vorlesung erläutert, würde ich jedoch anders erzählen. Ich setze mich zwar nicht mit der Geschichte früher Neuzeit auseinander, aber die in der Vorlesung beigebrachten … Weiter lesen Einige Gedanken zu interdisziplinärem “Studieren” – VL Frühe Neuzeit

Einige Gedanken zu interdisziplinärem Studieren

                                                                    (Aussicht aus der Bib der Uni Konstanz am Pfingsten 2017) Heute geht es bei Europaparlament, einem gemeinsamen Lehr- und Infoveranstaltung mit Bezug auf aktuelle Themen oder Werdegang von Europa, um Theaterstücke über den Ersten Weltkrieg. Ob ich früher das gewusst hätte oder erst vor der Stunde, ist meine Entscheidung gleich geblieben, nicht zu der Sitzung zu gehen. Eigentlich bin ich an verschiedenen Sachen interessiert. Sogar lässt … Weiter lesen Einige Gedanken zu interdisziplinärem Studieren

That’s China! Ein Bericht für die nächste KGE-Generation

Inzwischen ist in Konstanz ein neuer KGE-Jahrgang angekommen und ich frage mich oft, ob sich bei ihnen auch direkt dieser freundschaftliche Zusammenhalt eingestellt hat. Ich frage mich, was sie wohl für Vorlesungen besuchen dieses Semester und wie es wird, wenn wir sie das erste Mal treffen. Aber vor allem stelle ich mir vor, wie sie sich Gedanken darüber machen wo sie ihr Auslandssemester verbringen wollen. Ich kann mich noch sehr gut an diese Entscheidung zurück erinnern. Wie oft habe ich meine Meinung über einzelne Standorte geändert und wie schwierig war es sich das Leben an dem einen oder anderen Ende … Weiter lesen That’s China! Ein Bericht für die nächste KGE-Generation

The Sky of Youth is Blue

Über dem Eingang zur Maotanchang High School in der chinesischen Provinz Anhui hängt ein großer Screen. Auf ihm wird der Countdown bis zum jährlichen nationalen College Entry-Examen angezeigt. Das Ergebnis dieses Examens bestimmt an welche Universität die Jugendlichen nach ihrer Secondary School gehen können. Hier geht es nicht nur um eine Art Abiturnote. Hier wird die Familienehre verteidigt, hier wird der Platz in der Gesellschaft bestimmt, hier wird festgestellt, aus welchem Holz man gemacht ist. Daran erinnern die Banner in jedem Klassenraum, jeden Tag. Maotanchang ist „ A Purpose built School“, wie der Titel der Dokumentation (Link unten) verrät, die wir … Weiter lesen The Sky of Youth is Blue

Dress to Impress?

Oscar Wilde soll einmal gesagt haben: „You can never be overdressed or overeducated.“ Diese Aussage ist gewagt und zeugt von Herrn Wildes Unkenntnis der kalifornischen Gepflogenheiten. Selbstverständlich kann man in Berkeley nicht overeducated sein. Um es mit den Worten eines anderen (dem weltbesten, sorry Oscar) Poeten zu sagen: „Immer dann wenn du denkst, verdammt, du kannst etwas sehr gut / gibt es irgendwo auf der Welt jemand, der kann’s besser als du“. In Berkeley kann es garantiert jemand besser als du. Egal was. Overdressed hingegen ist man an dieser Universität schnell. Der kalifornische Studentenlook ließe sich vielleicht mit den un-wildeschen … Weiter lesen Dress to Impress?

Ein einziger Wirbelwind

Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Ich stehe da, atme tief ein und aus! Ich versuche, Herr meiner Gefühle zu werden. In meinem Magen ein einziges wirbelndes Durcheinander, in meinem Hals ein Knoten; ich greife zu meinem Handy, wie eine Ertrinkende an eine Rettungskoje, und fange an, hektisch auf meinem Bildschirm einzudrücken. Der erste Anruf gilt, obwohl ich eine erwachsende Frau bin, meiner Mutter, die wie in allen lebensentscheidenden Momenten, die per Telefon geregelt werden müssen, mit analoger Abwesenheit glänzt. Mein Gefühlsdurcheinander verschmilzt zu einer großen Masse und jeder Frust, der sich aufgestaut hat, Ängste und Hoffnungen scheinen aufzusteigen. … Weiter lesen Ein einziger Wirbelwind

“That was bad. This is ugly.”

Ich wollte seit zwei Wochen eigentlich einen lustigen Blog zu meiner Punjabi-Wedding Erfahrung schreiben; über das Gefühl, die größte Frau am Platz zu sein, über diese unfassbare Neugierde der Menschen oder eher Freude daran, Fragen zu stellen, ganz gleich ob eine Antwort darauf folgt. Über das Brautpaar, das umringt von unzähligen Belichtungsschirmen der Fotografen (ganze 5: vom Fotografen der Braut, vom Filmteam der Braut, vom Fotografen des Bräutigams, vom Filmteam des Bräutigams und schlussendlich noch vom gemeinsamen Fotografen) auf einem Sofa auf der Bühne sitzt und relativ emotionslos geradeaus starrt – umringt von der bunt gekleideten Verwandtschaft, die samt und … Weiter lesen “That was bad. This is ugly.”

Ich, die mit den zwei Identitäten

Identität. Genau dieses große Thema behandeln wir auch in unserem Kurs „Recursos de la memoria“, wo wir im Zusammenhang mit der Eroberung Lateinamerikas, den Unabhängigkeitsbewegungen und dem Militärputsch das Kolletivgedächtnis behandeln und selbstverständlich auf Assmann und Halbwachs eingehen. Unser Kurs ist im Moment in drei Gruppen aufgeteilt, sodass jede Gruppe über eines dieser Themen intensiv forschen und zunächst in Form von drei Präsentationen die Forschungsergebnisse vorstellen soll. Ich bin in der zweiten Gruppe, das heißt „Unabhängigkeitsbewegungen in Lateinamerika im 19. Jahrhundert“, aber unsere Dozentin Frau Pizzaro, die mich bereits aus Konstanz kennt, wollte dass ich auch Deutschland und Türkei vorstellen … Weiter lesen Ich, die mit den zwei Identitäten