Alter
24
Mein Aufenthaltsort
Buenos Aires
Was ich davor studiert habe
Kulturanthropologie und Spanisch in Göttingen
Der Soundtrack meines Auslandsemsters
Die ”Baila Raggaeton”-Playlist auf Spotify
Mein Spirit animal
Argentinisches Rind, den ganzen Tag nur am Essen...
Wie ich am liebsten reisen würde
Nicht allein! Aber da das nicht anders geht, dann mit dem guten Gefühl, schnell neue nette Leute aus der ganzen Welt kennenzulernen.
Dieser Autor sollte idealerweise meine Reise beschreiben
Jorge Luis Borges, mein argentinischer Nationalheld. Er kann mich einfach in seine Liebesbeschreibungen an Buenos Aires einfügen oder vielleicht in einen Tango :-)
Diesen Kulturtheoretiker würde mich in mein Auslandsemester begleiten
Sigmund Freud – Naheliegend in einem Land, in dem die Psychotherapie für viele selbstverständlich zum Alltag gehört.
Wildnis ist für mich...
ein Ausbruch aus der eigenen Komfortzone.
All you need is...
Kaffee am Morgen und Google Maps auf dem Smartphone. Damit komme ich schonmal relativ weit. Ansonsten ein nettes Lächeln bei völliger Ahnungs- und Verständnislosigkeit.
Drei Dinge, die ich niemals mit auf eine einsame Insel nehmen würde

Über Grenzen

In meinem zweiten Semester der Kulturanthropologie hatte ich das schöne Seminar zu den “Methoden der Feldforschung”, in dem wir am Ende unser gelerntes Wissen natürlich praktisch “im Feld” anwenden mussten. Unser Thema waren “Grenzen” und wir konnten uns ganz frei aussuchen, wo wir denn nach Grenzen suchen wollten und wie wir uns diesen anthropologisch annähern konnten. Stichwort: Teilnehmende Beobachtung. Meine Zeit hier ist genau genommen genau dieselbe Feldforschung, denn gerade jetzt zum Ende denke ich viel über meine eigenen Grenzen nach und vergleiche mein, sagen wir mal, deutsches Leben mit den Erlebnissen hier. Und weil ich so gerne offene Fragen … Weiter lesen Über Grenzen

Über das Frausein

Gleich zu Beginn meines Aufenthaltes habe ich mich ja gewundert über die vielen Blicke von Männern, über das Gehupe und Gepfeife und Geküsse (so ein schmatziges Kussgeräusch, wenn man an ihnen vorbeiläuft, mir bleibt ein Rätsel, wie die das machen…) und ich habe das bis vor kurzem noch auf mein “anderes” europäisches Äußeres geschoben. Aber in den letzten Wochen ist mir immer klarer geworden, dass mein Anderssein nur ein Problem verstärkt, dass hier jede Frau trifft: Sexismus im Alltag. Und Frauen haben in Argentinien ein schweres Los. Ende Oktober gab es eine große Demonstration unter dem Titel “Ni una menos” … Weiter lesen Über das Frausein

República Banana

Es ist echt witzig, wenn man sich mal seine vergangenen Posts durchliest und feststellt, was man schon alles gemeistert hat. Ich habe ganz vergessen, meinen Visumsmarathons-Abschluss darzustellen und möchte das noch unbedingt nachholen, weil der Besuch bei migraciones ganz besonders schön war. Ich hatte mit Louisa den klugen Plan ausgeheckt, möglichst spät dorthin zu gehen, denn es gab, soweit wir das erkennen konnten, zwei Arten von Visa: Einmal das temporaria für 1200$, ein halbes Jahr gültig, und dann noch das precaria für nur 600$ und nur ein halbes Jahr, was uns ja völlig gereicht hätte. Eigentlich steht überall, man solle … Weiter lesen República Banana

Aushalten

Ich möchte nochmal an meinen letzten Post anknüpfen, in dem ich kurz darauf eingegangen bin, dass mir jeden Tag irgendwelche komischen Dinge passieren. Louisa, meine deutsche Freundin hier in Buenos Aires und ich sagen immer, dass wir die Dinge mittlerweile akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Den Großteil der seltsamen Dinge kann man eben einfach nicht erklären, denn er ist völlig irrational und unlogisch, aber lässt sich leider nicht ändern. Auf die Frage “Wundert dich das jetzt echt?” kommt dann stets ein “Nö, aber ich wollte das nochmal erwähnen”. Man kann die deutschen Denkweisen nie komplett ablegen und es gibt immer … Weiter lesen Aushalten

Gringa Adventure Tours

Wenn meine Freunde mich fragen, wie es denn bei mir so läuft und wie es mir geht, bleibe ich erstmal kurz ratlos zurück. “Erzähl mal ein paar Anekdoten!”, ja ähm, ich würde ja irgendwie gern, aber ich erlebe hier so viel verrücktes Zeug, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich habe meine Reise dem Titel der Gringa Adventure Tours unterstellt. Gringa ist die Bezeichnung für eine Ausländerin, die zumeist mit einer europäisch-blonden Touristin wie mir assoziiert wird, wobei dieser Terminus relativ neutral konnotiert ist. Ich benutze ihn gern, denn mir als blond-grünblauäugige-1,70m-große dünnbeinige Europäerin passieren hier nunmal … Weiter lesen Gringa Adventure Tours

Meine Freunde Bebberr und Chegell

Die Hauptmotivation für dieses Auslandssemester war (und ist?) der akademische Austausch. Das Kennenlernen einer neuen universitären Institution mit anderen Strukturen und anderen Lehrmethoden. Klar. Deswegen widme ich diesen Artikel den ersten akademischen Eindrücken an meiner Gastuniversität… Im Folgenden bin ich allerdings relativ froh darüber, dass niemand an der UNTREF deutsch versteht. Denn mein Urteil bislang… Naja. Der Start in die Uni war, sagen wir mal, holprig. Mein erster Kurs sollte eigentlich am 25/08 stattfinden. Ich hatte ja Monate zuvor mit den entsprechenden Koordinatoren der Masterstudiengänge Kontakt aufgenommen und da ich Kurse aus drei verschiedenen “Posgrados” besuche, war das alles dann … Weiter lesen Meine Freunde Bebberr und Chegell

Über das Alleinsein

Anders als der Titel jetzt vielleicht vermuten lässt, soll jetzt nichts Melancholisch-Trauriges folgen… Denn das Alleinsein bzw. das alleine sein werden oft mit dem Einsamsein verbunden, dabei ist hier von zwei völlig unterschiedlichen Konzepten die Rede. Einsam ist man, wenn man das Gefühl hat, dass es etwas oder jemand im Leben fehlt. Einsamkeit nährt sich an Unsicherheit und einem Mangel an irgendetwas, um zu fruchten und negative Gedanken auszulösen. Ich schreibe hier über das Alleinsein, welches sich durch mein Leben zieht, ich möchte es an dieser Stelle eher als das “selbstständig durchs Leben gehen” nennen. Ich bin ein Einzelkind. Welche … Weiter lesen Über das Alleinsein