Travel log – Exploring Shanghai and its neighbourhood

Nachdem ich im letzten Blogeintrag ausschließlich meine ersten Eindrücke von Shanghai geschildert habe, soll sich dieser meinen bisherigen Erkundungen in Shanghai und meinen Ausflügen  ins Umland von Shanghai widmen.

Shanghai bietet durch die enorme Größe viel Platz für Erkundungen und Unternehmungen unterschiedlichster Art. So können Besucher in ein und derselben Stadt in komplett verschiedene und teilweise sogar kontrastierende Welten eintauchen. Ob Technologie und Moderne, Tradition, Religion und Geschichte oder Armut und Reichtum, in Shanghai lässt sich all dies finden, teils sogar auf engstem Raum.

Der Bund oder The Bund – Uferpromenade mit Blick auf Shanghais berühmte Skyline

Dies ist wohl einer der Orte Shanghais, an welchem ich schon viel Zeit verbracht habe, und auch weiterhin verbringen werde. Am Huangpu-Fluss gelegen, mit Blick auf Pudong und Shanghais einzigartige Skyline, lädt die Uferpromenade zu  jeder Tageszeit zum Spazieren gehen, Schlendern oder einfach nur zum Fotografieren und Staunen ein. Ich kann dort Stunden verbringen und einfach den Anblick genießen. Ideal ist es, wie ich finde, wenn man gegen Nachmittag dort hingeht, so dass man die Skyline noch im Tageslicht sieht, aber sich auch den Sonnenuntergang sowie den Übergang zur totalen Dunkelheit nicht entgehen lässt. Denn je nach Lichtverhältnis entfaltet die Skyline eine ganz andere Wirkung. Abends kann man dann noch in Ruhe das Licht- und Farbspiel bewundern – ein richtiges Spektakel. Ich versuche dabei immer den Pearl Tower in so vielen Farben wie möglich abzulichten und so kommt es dann, dass ich jedes Mal mit unzähligen Fotos von der Skyline nach Hause zurückkehre (und ich befürchte es werden noch einige hinzukommen). Doch zum Glück kann man Fotos ja auch wieder löschen. Diese gigantische Skyline fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Immer wieder schön am Bund, auch wenn sich dort häufig die Touristen und Einheimischen die Füße platt treten. Eine Lücke für ein Foto, oder einfach nur einen schönen Ausblick findet man dann doch immer.

 

                   

 

Französische Konzession – French Concession

Neben Boulevards, Parks, Boutiquen, Nobelrestaurants und Cafés kann man in Shanghais Luxusviertel schöne Kolonialbauten und Art-Déco-Wohnblöcke sowie alte chinesische Wohnhäuser bestaunen. Auch wenn man sich mal nach einer guten italienischen Pizza sehnt, wird man in der French Concession fündig. Denn dort wird eine breite Palette Westlicher Küche serviert. Meiner Meinung nach, hin und wieder mal eine gute Abwechslung zum asiatischen Essen. Ich mag die chinesische Küche sehr gern, aber mehr als vier Monate nur Dumplings, Reis oder Nudeln mit Gemüse oder Fleisch ist mir dann doch etwas zu eintönig. Ich bin mir sicher ich werde trotz einiger Pizza- Abende noch unzählige Dumplings vertilgen. Denn hier startet man den Tag häufig mit einer Portion Dumplings.

 

Tianzifang

Nostalgiker und Architekturbegeisterte sind in dieser restaurierten Shikumen-Siedlung, einer touristischen Kunst- und Handwerksenklave, gelegen im Bereich der ehemaligen Französischen Konzession, bestens aufgehoben. Die traditionelle Shikumen Architektur (Steinwohnhäuser) lässt dort ein gewisses Flair des “Old Shanghais” wieder aufleben. Die engen und verwinkelten Gassen des Viertels beherbergen unzählige Cafés, Bars und Restaurants, sowie Geschäfte und vor allem Kunstgalerien und Ateliers.

 

                        

 

Watertown Zhujiajiao und Suzhou

In dem Wasserdorf Zhujiajiao, kann man den Trubel der Großstadt mal etwas hinter sich lassen. Man läuft dort durch enge, kanalgesäumte Gassen, welche durch mehrere Brücken miteinander verbunden sind. Die Häuser und Gassen sind mit den typischen roten chinesischen Lampions geschmückt und zwischendrin ragen hin und wieder chinesische Pavillons hervor – ein fast malerischer Anblick. In den Gassen preisen Einheimische allerlei Spezialitäten und Souvenirs an – ein Verkaufsstand reiht sich an den anderen. Eine Bootsfahrt auf den Kanälen, erlaubte mir einen kleinen Einblick in den Alltag der dortigen Bewohner zu erhalten: Frauen, die ihre Wäsche in den Kanälen wuschen und Männer, die Wasser holten.

 

Auch die Stadt Suzhou ist für ihre Kanäle und unzähligen Wasserwege bekannt. Des Weiteren kann man dort einige der berühmtesten Gärten Chinas besichtigen. Als ich dort war, hat es leider geregnet und die Stadt war von Smog umhüllt – so blieb mir nur ein getrübtes Bild von Suzhou und die Stadt konnte mich nicht wirklich überzeugen. Am Abend hat sich mir dann doch noch ein schöner Anblick eröffnet: eine Pagode mit einem See davor bei Sonnenuntergang. Vielleicht muss ich Suzhou einfach noch mal bei schönem Wetter anschauen.

 

               

 

Hangzhou: Westlake und Longjing Tea Village

Der Westsee und die Longjing Teeplantage bei Hangzhou, in der chinesischen Provinz Zhejiang gelegen, haben mir von meinen bisherigen Trips am besten gefallen.

Die Landschaft um den Westsee herum fand ich sehr beeindruckend (auch wenn die Sicht durch den Smog nicht ganz klar war). In meinen Augen bietet der Westsee eine wunderschöne Szenerie: Vom Urbanen ist nur eine Shilouette an einer Uferseite sichtbar, die anderen Seiten sind umgeben von Bergen, grünen Hügeln, Bambuswäldern und Teeplantagen. Um den See herum führen zudem Spazierwege. Gelegentliche Pagoden im chinesischen Stil sowie Bogenbrücken erzeugen zudem eine besondere Atmosphäre. Der See selber beherbergt mehrere Inseln und eine Fülle von Lotuspflanzen – eine reine Blütenpracht. Wenn die Sonne dann untergeht und den See in ein goldenes Licht taucht und man nur noch die Boote auf dem See sieht, wird das Panorama noch einmal perfektioniert – ein malerischer Anblick eröffnet sich einem.

 

     

 

Das Longjing-Tee-Dorf liegt ein paar Kilometer von Hangzhou entfernt, sodass man am besten ein Taxi in die Richtung nimmt. Dort angekommen läuft man erst mal eine Art Hauptstraße des Dorfes entlang. Diese ist mit kleinen Teehäusern, sowie Ständen, an denen der dort geerntete grüne Longjing-Tee in schönen Teedosen verkauft wird, gesäumt. Man kann dort sogar sehen wie sie den Tee rösten. Auf dem Weiteren Weg kann man dann immer wieder die Teepflanzen sehen und muss hin und wieder ein kleines Bächlein mit Hilfe von großen Steinen überqueren. Um einen herum sind die Berge und Teeplantagen zu sehen. Hier und dort wird Obst am Wegesrand verkauft. Nach dem anfangs unbeschwerten Weg, folgt später der anstrengende Teil. Es heißt nun wandern und zwar hoch zu einem Tempel. Über 900 Treppenstufen mussten wir gehen um den Tempel zu erreichen. Nass geschwitzt und ausgepowert, aber gut gelaunt kamen wir oben an. Von dort hatte man einen Rundumblick und konnte den letzten Rest des Sonnenuntergangs bewundern, auch wenn der Smog die Sicht etwas vernebelt hat.

 

 

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