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Eine Art Résumé

Nachdem ich wohl einige Blogeinträge über mein verrücktes Wohnheim an der Lignan University geschrieben habe und vielleicht der Eindruck entstanden ist, dass ich mein Auslandssemester nur negativ bewerte, möchte ich diese Sicht zurecht rücken und mit einem positiven Schlusseintrag enden.

Das schönste an meinem Auslandssemester war die Lingnan University. Ich hatte hier die Chance Module zu belegen, die ich so nicht an der Universität Konstanz hätte belegen können. Außerdem wurden meine Seminare von internationalen Dozenten und Dozentinnen gelehrt, die beispielsweise an der Stanford University oder der University of York promoviert haben.

Neben der Themen, die für mich sehr ansprechend waren, fand ich vor allem die angenehme Atmosphäre zwischen Dozenten und Studierenden sehr bereichernd. Die Beziehungen waren sehr viel persönlicher, die Seminargröße teilweise kleiner und die Bereitschaft der Lehrenden den Studierenden helfend entgegen zu kommen sehr groß. Ich konnte immer auf Dozenten zu gehen, die mir stets freundlich weiter geholfen haben.

Dadurch, dass ich auf dem Campus gewohnt habe, war meine eigene Motivation viel für die Uni zu machen, sehr hoch. Das hätte ich so im Vorfeld nicht erwartet, aber ich mochte das Campusleben sehr gerne. Das widerspricht sich vielleicht mit den Berichten über das Hostelleben, aber das ist in bestimmten Belangen eben ein anderes Paar Schuh.

Ein halbes Jahr in Hong Kong gelebt zu haben und ein paar Einblicke in die Gesellschaft hier und vielleicht auch ein paar in der chinesischen Gesellschaft bekommen zu haben, empfinde ich ebenfalls als sehr wertvoll. Ich bin froh, dass in Hong Kong mein Blick für gesellschaftliche und kulturelle Themen wieder erweitert wurde. Das nehme ich mit nach Deutschland, um meinen Blick hier auch offen zu halten.

Beide Faktoren haben mich in dem bestärkt, was ich hier, zurück in Deutschland, kann und möchte. Die Begegnungen mit so vielen unterschiedlichen Menschen, seien es Locals oder andere Ausstauschstudierende, haben mich tatsächlich im Inneren bestärkt. Dabei haben sich Themen eröffnet, die zuvor nicht so präsent waren und ich habe Menschen kennen gelernt, die ich als sehr inspirierend empfunden habe.

Ich freue mich sehr, all diese Erfahrungen gemacht zu haben, auch wenn ich mich genau so sehr freue, dort, wo ich jetzt bin, weiter zu machen. Aber das ist doch ein perfekter Ausgangspunkt, wie ich finde.

One thought on “Eine Art Résumé

  1. Das klingt total super und ich freue mich, dass so viel positives für dich bei diesem Semester rumkam! Ich bin gespannt, was du zu erzählen hast 😉

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